Inflation

Der Begriff «Inflation» leitet sich vom lateinischen Verb «inflare» ab, was so viel wie «Aufblähung» bedeutet. Aufgebläht ist bei einer Inflation die Geldmenge, die grösser ist als das ihr gegenüberstehende Warenangebot, womit das Geld selbst immer mehr an Wert verliert. Das bedeutet, dass ein gleichbleibendes Güterangebot auf eine gesteigerte Geldmenge trifft. Die Folge daraus ist ein Preisanstieg auf der Güterseite, aber eine sinkende Kaufkraft auf der Konsumentenseite. Angenommen es gäbe nur ein Produkt in der Wirtschaft, nämlich Äpfel. Wird davon ausgegangen, dass es 200 Äpfel und 200 Schweizer Franken gibt, so stellt sich der Preis pro Apfel bei einem Schweizer Franken ein. Gibt es jetzt aber 200 Äpfel und die Geldmege wird verdoppelt auf 400 Schweizer Franken, so steigt der Preis des Apfels auf zwei Schweizer Franken. Es ist eine Inflation von 100 Prozent entstanden. Am reellen Markt existiert nicht nur ein Produkt wie im Beispiel, sodass in der Realität die Rede von einer Inflation ist, wenn es zu einem allgemeinen Preisanstieg von mehreren Produkten kommt. So kann mit dem einen Schweizer Franken nicht mehr dasselbe gekauft werden wie vor der Inflation. Die Währung hat damit an Wert verloren.

Bestimmung der Veränderung

Die Berechnung der Inflation erfolgt über einen fiktiven Warenkorb. Dieser besteht aus Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte in einem Jahr in Anspruch genommen haben oder gekauft haben. Dabei wird der Gesamtpreis des Warenkorbs im entsprechenden Monat mit dem des Vorjahres im selben Monat abgeglichen. Im Euroraum wird die Inflationsrate mit Blick auf die Vergleichbarkeit mit derselben Methode gemessen: mithilfe des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). In der Schweiz erfolgt die Berechnung der aktuellen Teuerungsrate auf Basis des Landesindex der Konsumentenpreise (LIK).

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